Industrie 4.0 – Trends des Jahres 2018

Anfang des Jahres 2016 hat Professor Klaus Schwab im Handelsblatt einen Artikel über die Trends und Entwicklungen veröffentlicht, die mit der „Industrie 4.0“ verbunden sind.

Derzeit beginnt das Jahr 2018, und wir sind nach wie vor mitten drinnen in diesem Trend. Ich bin davon überzeugt, auch 2018 wird von der „Industrie 4.0“ geprägt sein.

CES 2018

Auf der „Consumer Electronics Show” (CES) in Las Vegas werden traditionell die Innovationen aus dem Technik-Bereich vorgestellt. Unbestritten gehören dort die Themen Maschinenlernen und künstliche Intelligenz (KI) zu den ganz großen Themen 2018. Bereits daran kann man sehen, daß sich der Trend hin zur digitalen Firma ungebremst fortsetzt.

Wie der Handelsblatt-Artikel „Bosch zieht in die Smart City“ im Vorfeld dieser Messe zeigt, zählt die Digitalisierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen nach wie vor zu den Trendthemen. Dies kann man beispielsweise daran ablesen, daß erwartet wird, daß die Investitionen in Smart Cities zunehmen wird, wie es dort als Begründung zu der Entscheidung von Bosch heißt, in diesem Bereich mehr zu investieren:

Für Bosch dürfte sich das Engagement in dem Zukunftsmarkt vernetzte Stadt durchaus lohnen. Die Consumer Technology Association (CTA), die jährlich die CES nach Las Vegas bringt, schätzt, dass die weltweiten Investitionen in Smart Cities bis 2020 auf 34,35 Milliarden Dollar steigen.

Industrie 4.0

In seinem Artikel 2016 („Die Vierte Industrielle Revolution“) stellt Klaus Schwab in 2016 fest, dass sich das Geschäftsumfeld grundlegend ändert:

„Der unaufhaltsame Übergang von der einfachen Digitalisierung (die Dritte Industrielle Revolution) zu Innovationen, die auf einer Kombination von Technologien basieren (die Vierte Industrielle Revolution), zwingt Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen. Die Grundvoraussetzungen sind jedoch klar: die Wirtschaftslenker und die Führungskräfte müssen die sich wandelnde Umwelt verstehen, sie müssen ihre Teams darauf vorbereiten und sie müssen radikal und ständig Innovationen umsetzen.“

Er zeigt weiterhin auf, wie wichtig es ist, daß die Menschheit diesen Wandel aktiv gestaltet:

„Weder die Technologie noch der durch sie bedingte Wandel sind exogen gegebene Kräfte, über die der Mensch keine Kontrolle hat. Wir sind alle dafür verantwortlich, wie diese Evolution verläuft und zwar durch unsere täglichen Entscheidungen als Bürger, Verbraucher und Investoren. Wir sollten deshalb die Chance und unsere Macht nutzen, diese Vierte Industrielle Revolution mitzugestalten und sie in eine Richtung zu lenken, die unseren gemeinsamen Zielen und Werten entspricht.“

Themen 2018

In diesem Kontext denke ich, daß uns 2018 die folgenden Themen in diesem Spannungsfeld beschäftigen werden, und man daraus auch ableiten, kann, wie aktiv derzeit mitgestaltet wird. Dies ist ein kleiner Ausschnitt:

  • Wie das Beispiel Bosch zeigt, werden Smart Cities ein wichtiger Wachstumsbereich sein, da viele Städte wachsen und Regierungen immer mehr Services mit immer weniger Budget liefern müßen. Wir werden uns z.B. auf eine zunehmende Automatisierung unser Umgebung einstellen müssen. Zum Beispiel wurden bei mir vor der Tür Ladesäule für e-Fahrzeuge aufgestellt, und es gibt eine App mit der man nachsehen kann, ob die Säule besetzt oder frei ist.
  • Regierungen werden zunehmend Daten veröffentlichen („e-Government“), mit deren Hilfe man bessere Services für Bürger sicherstellen kann. Zum Beispiel bietet das Europäische Patentamt kleinen Firmen an, die Patentdaten zu nutzen um damit die Produktstrategie zu optimieren.
  • „Virtuelle Realität“ war das Trendthema der CES 2016. In diesem Jahr werden wir neue und nützliche Anwendungsszenarien sehen, i.a. deshalb, weil die Technologie langsam erschwinglich wird.
  • Der Trend, daß sich menschliche Fähigkeiten zunehmend mit maschinellen Fähigkeiten verbinden nimmt weiter an Fahrt auf. Beispielsweise gibt es in vielen unternehmerischen Bereichen immer ausgefeiltere intelligente Software, die Menschen gezielt bei ihren Aufgaben unterstützen. Ein klassisches Beispiel ist das „präventive Maintenance“ Szenario in dem Wartungsaufgaben intelligenter als früher geplant werden.
  • Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen wird in 2018 immer weiter Einzug in die Systeme halten. Dabei sind die folgenden Bereiche von Interesse: 1) Entwicklung neuer Businessmodelle mittels Advanced Analytics und Big Data, 2) Fortschreitende Automatisierung der Backendfunktionen der Firmen mittels intelligente Entscheidungsunterstützung, 3) Intelligente Systeme, die dazu beitragen, daß sich das Einkaufserlebnis der Kunden weiter verbessert (z.B. Bots, Recommender Systems).
  • Einzug der Blockchain-Technologie (die abseits des aktuellen Hypes auf den Finanzmärkten zunächst  ein „Mechanismus des gegenseitigen Vertrauens“ darstellt) in viele Geschäftsprozesse, z.B im FinTech Sektor.

Wie dem auch sei. Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute für 2018.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Folgeartikel zum Thema gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen.

In der Online Version des Artikels finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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