Warum Hardwareunternehmen versagen (10 Gründe)

Bei vielen (neugegründeten) Unternehmen besteht das Produktportfolio aus Hardware und aus Software. Dabei kann der Hardwareteil ähnlich komplex werden, wie der Softwareteil.

Es fragt sich, was man falsch machen kann, wenn man Hardware anbieten will.

Der Bleistift

Bereits die Entwicklung eines Produktes ist kein einfaches Vorhaben, und auch die Softwareentwicklung hat ihre Tücken. Hat man dann das Produkt entwickelt, und will es fertigen, warten weitere Klippen auf den Unternehmer, die letztendlich zum Scheitern führen können.

Der angefügte Artikel „Top 10 Manufacturing Reasons Hardware Companies Fail“ nennt Gründe die erklären, warum hardwareproduzierende Unternehmen scheitern können, und fügt jeweils eine kurze Erklärung für die einzelnen Punkte an:

  • „Creating a design that cannot be manufactured.
  • Not prototyping a design rigorously enough.
  • Failing to control the Product Cost and Gross Margin.
  • Not understanding your obligations regarding regulatory certifications.
  • Selecting the wrong partner to assist you in offshore manufacturing.
  • Not choosing the appropriate factory relationship.
  • Failing to properly evaluate a potential factory.
  • Not creating a good quality plan early in the manufacturing process.
  • Failing to negotiate a good contract with the manufacturer.
  • Not establishing and maintaining a realistic schedule.“

Einige dieser Fehler deuten auf eine mangelhafte Produktentwicklungsphase hin. Beispielsweise, wenn ein Design nicht gefertigt werden kann, oder wichtige rechtliche Bedingungen übersehen werden, war dieser Entwicklungsschritt offensichtlich nicht ausreichend.

Andere Fehler betreffen die Wahl des Zulieferers. Speziell wenn man sich  von den günstigen Preisen z.B. in China blenden läßt, sollte man bedenken, daß lange Wege und eine fremde Kultur den Komplexitätsgrad der Fertigung erhöhen. Ganz zu Schweigen von den vertraglichen Regeln.

Gerade diesen kulturellen Teil sollte man bei der Lieferantenwahl besonders kritisch sehen, speziell, wenn man als junges Unternehmen im Hardwaresektor klein anfängt.

Anscheinend sind manchmal aber auch fehlende unternehmerische Qualifikationen präsent, wenn Unternehmen scheitern. So ist sind das Kostenmanagement und die Marge wichtige KPIs, oder sollte ein realistischer Zeitplan nicht unterschätzt werden.

Vorgehen

Der erwähnte Artikel bietet folgende Lösungsmöglichkeiten an:

  • „Insert manufacturing strategy into your overall product development plans at the earliest stage possible ….
  • Gain an understanding ahead of time – educate yourself!
  • Work with trusted partners
  • Establish appropriate funding – avoid short term thinking“

Zu ergänzen wäre vielleicht:

  • Sorgen Sie für die richtige Teamzusammensetzung; wenn Sie selbst z.B. der Techniker sind, holen Sie z.B. Kaufleute ins Projekt.
  • Speziell als junges Unternehmen  sollten Sie sorgsam prüfen, ob das Outsourcing der Fertigung nach Asien der richtige Schritt ist. Vielleicht ist es sinnvoller, erst einmal, im europäischen Raum zu suchen.
  • Brechen Sie die Produktentwicklungsphase nicht zu früh ab, und besser noch: Testen Sie ihr Produkt um solche gravierenden Lücken zu finden, die oben erwähnt wurden.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Folgeartikel zum Thema gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen.

In der Online Version des Artikels finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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