Künstliche Intelligenz und Wohlstand in Europa

Der Wettbewerb zwischen den einzelnen Weltregionen in der Zukunftstechnologie der „künstlichen Intelligenz“ ist sehr intensiv.

Das kommt auch daher, weil inzwischen Jedem (und insbesondere den großen Spielern USA, China und Europa) klar geworden ist, daß intelligente Systeme ein riesiges ökonomisches Potential haben.

Welches sind eigentlich die Effekte, und wie kann die Politik dabei helfen, die Technologie zu erschliessen? Hierzu ist ein zukunftsweisender Artikel erschienen.

European Prosperity

Der 30-seitige Bericht „European Prosperity Through Human-Centric Artificial Intelligence“ faßt die aktuellen Trends zum Thema „künstliche Intelligenz“ zusammen und leitet hieraus Handlungsempfehlungen für die Politik ab.

Der Artikel zeigt u.a auf, wie groß das wirtschaftliche Potential ist, und auf welche Branchen sich das Potential und die Investitionen verteilen. Nicht weiter überraschend ist: Aktuell zählen die Financial Services und der Hi-Tech Sektor zu den führenden Anwendern, während Branchen wie Bau und Reise eher im hinteren Bereich operieren.

Man findet in dem Artikel auch Angaben zu möglichen Technologien. Beispielsweise werden im Jahr 2030 Dinge wie selbstfahrende Autos, smart Grids oder intelligente Gebäude so normal sein, wie Roboter und Drohnen.

Der Autor empfiehlt nach eingehender Analyse der einzelnen Einflußgrößen, die folgenden Punkte umzusetzen, um das Thema in Europa weiterzubringen:

  • „Ensure a global level playing field for AI
  • Promote adoption of AI by the public sector
  • Promote adoption of AI by SMEs
  • Foster AI research and innovation clusters
  • Ensure a favorable EU regulatory framework
  • Foster availability of training data
  • Develop skills for AI
  • Establish a multistakeholder dialogue
  • Establish good business practices“

Dieselbe Quelle, aus der dieser Artikel stammt (SAP User Experience Community) bietet analoge und ergänzende Informationen rund um die Technologie der künstlichen Intelligenz, und deren Einfluss auf die Gesellschaften. Besonders bemerkenswert finde ich hierbei die Blogbeiträge, die sich mit der „digitalen Ethik“ befassen. Aber auch die eher grundlegenden Erklärungen sind für den einen oder anderen hilfreich.

EU Kommission

Wenn man die o.a Empfehlungen mit den Ideen der europäischen Kommission vergleicht, bemerkt man schnell, daß dort schon seit vielen Jahren ähnliche Schwerpunkte gesetzt und für wichtig gehalten werden (siehe „Making the most of robotics and artificial intelligence in Europe„). Dies zeigt, daß die empfohlenen Schwerpunkte weder neu noch fundamental unterschiedlich sind, und generell so gesehen werden.

Bei der EU setzt man jedoch die Schwerpunkte anders. Beispielsweise beschäftigt man sich u.a auch mit den gesellschaftlichen Folgen der künstlichen Intelligenz und hält deshalb auch die Ausbildung der Bevölkerung für wichtig.

Fazit

Die Digitalisierung ganz allgemein, und die künstliche Intelligenz im Speziellen werden mit Sicherheit die Arbeitswelt der nächsten Jahrzehnte prägen.

Das riesige Potential und der internationale Wettbewerb verlangen quasi zwangsläufig, daß sich Länder und Bürger darauf einstellen.

Ein Ansatzpunkt, neben vielen, ist die Ausbildung. Gleich wichtig sind Dinge wie Daten, gesetzliche Regeln oder Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Folgeartikel zum Thema gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen.

In der Online Version des Artikels finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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