Resonate und das Storytelling – Gutes Buch zum Thema frei erhältlich

(Kostenlose) Werbung mache ich hier eher selten, und auch nur dann, wenn mich eine Thematik besonders anspricht. Heute ist so ein Tag. Eine Bestsellerautorin, von der ich schon einige Fachbücher gelesen habe, hat eine kostenlose Version Ihres neuesten Buches freigegeben.

Ich habe es mir angesehen, und bin begeistert von Buch und Angebot.

Das Buch Resonate von Nancy Duarte, auf das ich heute eingehe, interessiert diejenigen Leser besonders, die beruflich Präsentationen vor Publikum halten (müssen).

Kostenlose Version eines guten Multimediabuchs

Es gibt zwei Namen, die häufig genannt werden, wenn man Kollegen nach Literaturempfehlungen zum Thema „Vortragstechnik/ freies Sprechen/ Rhetorik“ befragt. Dies sind die Namen Nancy Duarte und Garr Reynolds.

Die Eine lebt und arbeitet in den USA, und der Andere in Japan, und beide haben schon diverse Bestseller-Bücher zum Thema Rhetorik geschrieben. Daneben sind beide Autoren wohl befreundet, und kennen sich persönlich. In Anhang zu diesem Post finden Sie Links zu allen hier erwähnten Fundstellen, und u.a. zu den jeweiligen Blogs dieser Autoren, wo sie dies nachlesen können.

Nanny Duarte hat ihr neuestes Buch „Resonate“ erst kürzlich veröffentlicht. Dieses Buch hat sie neulich in das Format eines Multimediabuchs gebracht, und hierfür um interaktive Inhalte ergänzt, die im Druck nicht möglich sind. Dieses Buch hat sie der Webgemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt, wie sie selbst auf ihrem Blog sagt:

I’m so excited to release a free multimedia version of my book Resonate……

The multimedia version includes immersive video, beautiful graphics, audio, quizzes and interactive widgets that let you interact with the analysis of famous speeches.

My hope is that as you dig in and get caught up in the power of story, you’ll be changed like I was when I wrote it.

In einem englischsprachigen Video erklärt Sie Ihre Entscheidung näher

Resonate und das Thema Storytelling

Bevor der Buchdruck entwickelt wurde, und das geschriebene Wort massenhafte Verbreitung fand, haben Menschen ihre Historie von Mensch zu Mensch und über die Generationen weiter getragen, indem sie sich der Erzählform der Geschichten, Sagen oder Märchen bedient haben.

Das Inhaltsverzeichnis des Buches „Resonate“ (siehe Anlage) zeigt, daß das alte Thema „Geschichtenerzählen (Storytelling)“ auch hier im Zentrum der Betrachtung steht. In ihrem Buch plädiert Duarte dafür, daß man sich in seinen Vorträgen dieser Erzählform bedienen sollte, um sein Publikum zu fesseln.

Doch Geschichten sind nicht Alles. Vielmehr folgen gute Geschichten einer eigenen Choreographie, deren Entstehen sie im Detail aufzeigt. Nachdem sie einige grundlegende Bemerkungen gemacht hat und der inhaltliche Rahmen gesetzt ist, fängt sie an, die alten Erzähltechniken zu analysieren, und gute Redner.

Der Leser lernt hier zum Beispiel die Unterschiede zwischen dem Report, der Präsentation, und der Geschichte kennen. Sie zeigt die Reise auf, die sowohl der Vortragende, als auch das Publikum im Vortrag zurücklegen wird, und verdeutlicht, wie der dramaturgische Bogen aufgespannt wird, der die Zuhörer fesselt.

Anschliessend wendet sie sich den einzelnen Akteuren zu, und nennt den wichtigsten Akteur den „Helden„, wie im Film. Am Beispiel von Ronald Reagan zeigt sie, wie man eine Rede segmentiert, sodaß man die unterschiedlichen Teile der Zuhörerschaft anspricht.

Im nächsten Kapitel widmet sie sich der Frage, mit welchen Techniken man seine Zuhörer auf seiner Reise mitnehmen kann, und wie man sich den roten Faden der Geschichte aufbaut.

Sobald der rote Faden geklärt ist, die Akteure feststehen, und der dramaturgische Rahmen geklärt ist, zeigt sie auf, wie man zu Inhalten kommt, die die eigene Nachricht unterstreichen. Dabei geht sie sowohl auf formale Aspekte der Präsentation ein (Farbe), wie auch auf inhaltliche Themen. Sie zeigt hier auch, wie man Informationen in eine Geschichte einbettet.

Gegen Ende geht es um die Techniken, den bisherigen Inhalten und Strukturen den Sinn zu geben, der notwendig ist, um die Zustimmung den Zuhörer zu erhalten. Weiterhin sollte jeder Redner seinen Zuhörern etwas geben, an das sie sich immer erinnern, um so auch wieder an den Vortrag zu denken. Hierfür macht sie einige Beispiele.

Ist die Präsentation erst einmal fertig, geht es um’s kontinuierliche Verbessern. Auch hierfür gibt sie wertvolle Hinweise passend zu ihrem Thema „Resonate/Resonanz“.

Den Abschluss des Buches bildet eine Fallstudie, in der sie sich Wolfgang Amadeus Mozart widmet.

Bewertung und der weitere Weg

Bereits ihr erstes Buch hat mir sehr viele wertvolle Tipps gegeben. Obwohl ich ihr neues Buch noch nicht ganz gelesen habe, kann ich sehr wohl sagen, daß auch dieses Buch voll ist von guten, und hilfreichen Handlungsempfehlungen.

Da das Buch zudem kostenlos ist, kann ich ihnen nur raten, nicht zu zögern, um sich selbst ein Bild von den Inhalten zu machen.

Storytelling als Methode

Die Methode des „Storytelling“ ist nicht neu, bzw wird nicht nur im Rahmen von Präsentationen eingesetzt. Vielmehr wird das Storytelling auch gerne im Marketing benutzt, oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

In der Anlage finden Sie einen Artikel (und Blog) von Pia Kleine Wieskamp, deren lesenswerte Blog mir im Rahmen der Recherche aufgefallen ist, die sich diesem Thema widmet.

Eine Frage bleibt offen: Warum verschenkt Duarte ihr (news) Buch? Ich weiß es nicht, vermute jedoch, daß dies ein raffinierter strategischer Schachzug ist, um im Gespräch zu bleiben, z.B. durch „Werbeartikel, und Nennungen„, wie meinen Artikel hier.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Regelmäßige Artikel gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen. In der Online Version finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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