Lesetipps Herbst 2013

Es haben sich wieder Artikel und Videobeiträge in meiner Inbox angesammelt, bei denen sich das Teilen lohnt.

Heute geht es um Neuigkeiten, Trends, und Ideen zu den Themen Globalisierung, Interface Design, und Spieltheorie.

Spieltheorie bei strategischen Entscheidungen

Der Videobeitrag „How to Use Game Theory for Negotiations and Strategic Decisions“ der Stanford Universität geht auf die Spieltheorie ein, und zeigt, wie man diese Methode nutzen kann, um (Produkt-) strategische Entscheidungen zu treffen.

Bei der Spieltheorie handelt es sich um eine Methode, die komplexe Entscheidungstatbestände greif- und berechenbar macht. Sie wurde von dem Mathematiker John Nash entwickelt.

Ein bekanntes Problem ist das Gefangenen-Dilemma, in dem zwei Gefangene verschiedene Alternativen haben, um sich (auf Kosten des anderen Gefangenen) Vorteile bei der Haft zu verschaffen. Allerdings haben sie auch die Möglichkeit zu kooperieren, und erhalten hierfür andere Vorteile.

Da die Gefangenen jeweils nicht wissen, wie der andere reagiert und entscheidet, benötigen sie eine Strategie, welche die Handlungen des anderen Gefangenen jeweils mit betrachtet. Die Spieltheorie hilft beim Studium der möglichen Strategievarianten, und unterstützt beim Entwurf einer optimalen Strategie.

Das oben erwähnte Video führt in unterschiedliche Aspekte ein, und verdeutlicht an einem praktischen Beispiel, wie man Daten sammelt, und die einzelnen Entscheidungsalternativen entwickelt, die die besten Ergebnisse liefern werden.

Das hier Erlernte läßt sich dann zu Beispiel verwenden, um die Go-to Market Strategien des einen Produktes zu entwickeln.

UX-Kurse von Interaction-Design.org

Die dänische Plattform „Interaction-Design.org“ ist recht agil tätig auf dem Gebiet des Interaction Design. Dort erhält man Zugang zu Methodenwissen, das man benötigt, um ansprechende User Interfaces zu entwerfen.

Neulich sind unterschiedliche Kursangebote dort freigeschaltet worden, die durchaus versprechen, interessant zu werden (siehe den Artikel „UX-Kurse von Interaction-Design.org“ in den weiterführenden Informationen).

Mir persönlich gefällt der Kurs mit dem Thema „Information Visualization: Getting Dashboards Right„, der in ca 30 Tagen startet. Dort werden Techniken gelehrt, die man benötigt, um Informationen zu visualisieren. Damit steht der Kurs in der Tradition von Edward Tufte, dessen Buch „Envisioning Information“ zum Standard gehört. Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich wohl teilnehmen.

Daneben hat der Leser auf dieser Website weiteren Zugang zu gedruckten Informationen, die den Alltag in der Produktentwicklung vereinfachen.

Das Buch „The Encyclopedia of Human-Computer Interaction, 2nd Ed.“ beispielsweise ist deshalb interessant, da es das Wissen über die unterschiedlichen Teilbereiche des User Interface Designs in kurzen Artikeln zusammenfasst. Es ist frei zugänglich.

Urban world: The shifting global business landscape

Die Unternehmensberatung McKinsey hat unter dem Titel „Urban world: The shifting global business landscape“ (Links in den weiterführenden Informationen unten) eine Studie veröffentlicht, die auf die sich ändernde Weltwirtschaft eingeht.

Dort wird gezeigt, daß sich das Gleichgewicht des wirtschaftlichen Geschehens u.a. in die aufstrebenden Städte der emerging economies verlagern wird. Für Konzerne bedeutet dies, daß sich Standortfragen stellen, oder auch Entscheidungen notwendig werden zu der Frage, in welchen Regionen man sich wie konzentrieren wird.

Für kleine Unternehmen ist dieser Trend wichtig, weil der Bedeutungswandel sich auch in den Produkten niederschlägt, die gefragt sind. Der folgende Schlüsseltrend aus der Studie zeigt dies deutlich:

Understand how customers and competitors are evolving. New industry hotspots will be sources of both competition and demand, so companies must track up-and-coming hubs in emerging regions. Hsinchu (in northern Taiwan) and Brazil’s Santa Catarina metropolitan district, for example, may not be household names, but they are already hubs for multiple billion-dollar companies in industries such as advanced electronics.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Regelmäßige Artikel gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie → mir auf Twitter folgen. In der Online Version finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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