Google’s hybrider Forschungsansatz

Google ist bekannt für seine Kreativität und die vielen neuen Ideen, die das Unternehmen ausprobiert und auf den Markt bringt.

Die Firma gilt deshalb oft als ein Leuchtturm für Unternehmen, die ihre eigene Innovationskraft verbessern wollen. Ein Bericht beschreibt Google’s Forschungsansatz.

Forschung

Der unten verlinkte Fachbeitrag „Google’s Hybrid Approach to Research“ stammt aus dem Jahre 2012, und beschreibt den Ansatz, den Google in seiner Forschungsabteilung und der Forschung generell verfolgt.

Dabei geht man bei Google davon aus, daß die meisten Forschungsthemen in den Computerwissenschaften entweder für das eigene Geschäft relevant sind, oder die große Nutzercommunity des Unternehmens. D.h Forschung hat einen hohen Stellenwert.

Der hybride Ansatz besteht nun darin, daß man versucht, Forschung und Entwicklung eng aufeinander abzustimmen, und zusammen durchzuführen. Die entsprechenden Teams forschen und entwickeln hier gleichzeitig, was spezielle Anforderungen an die Organisation stellt.

Der hybride Ansatz ermöglicht es der Firma, großangelegte Szenarien durchzuführen, was in der universitären Forschung nur selten funktioniert. Hierdurch spart man sich den sonst üblichen und notwendigen Technologie-Transfer Prozess.

Weiterhin sorgt man dafür, daß das gesamte Team an Forschungsaufgaben arbeitet, die über das gesamte fachliche Spektrum reichen, und schneidet die Projekte entsprechend.

Das Interview in „Searching for New Ideas“ bespricht einige Projektideen, die so entstehen und „Now anyone can explore machine learning, no coding required“ verdeutlicht eines dieser hybriden Forschungsthemen und beschreibt einen Playground in dem man bestimmte Technologien ausprobieren kann.

Vorgehensweise

Die bei Google verwendete hybride Vorgehensweise funktioniert auch in meiner eigenen Praxis sehr gut. Um hybrid forschen zu können, sind in meiner Erfahrung jedoch kleinere Variationen am Scrum Gedanken notwendig mit dem man heutzutage die Entwicklung organisiert.

Scrum geht davon aus, daß jeder im Team alles machen kann. Das Forschen erfordert jedoch einen gewissen Grad an Spezialisierung. Hierfür ist es notwendig, daß Mitarbeiter Stammthemen haben, und dass man die Arbeit so organisiert, daß diese Themen auch regelmäßig im Fokus stehen.

Desweiteren verfolgt Scrum den Gedanken der inkrementellen Entwicklung. Ein hybrides Forschung- und Entwicklungsprojekt macht es aber notwendig, daß man Konzeptarbeiten mit Entwicklungsarbeiten kombiniert, und hierbei ggfs längere Zyklen in Kauf nimmt.

Das Machine Learning ist ein fachliches Gebiet bei dem sich der hybride Ansatz besonders anbietet. In einem solchen Projekt kann man beispielsweise das Erforschen der Technologie und der Algorithmen mit der Entwicklung entsprechender Lösungen mischen.

Der weitere oben erwähnte Playground ist hierfür ein gutes Beispiel – beim Lösen einer konkreten Aufgabe steigt man nach und nach in den forschungsrelevanten Teil ein (hier Bilderkennung).

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Folgeartikel zum Thema gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen.

In der Online Version des Artikels finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links:

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