Glanzmomente der Informationstechnik – Das Apolloprogramm

Das Apolloprogramm, und die Mondlandungen waren ganz sicher Glanzmomente der Geschichte, die man nicht so leicht vergißt.

Grund genug, ein wenig in die Vergangenheit zu schauen, und einen Blick auf die damalige IT zu werfen.

Apollo- Erfolgsfaktoren

In einem früheren Artikel (siehe die weiterführenden Artikel weiter unten) hatte ich mich mit den Erfolgsfaktoren des Apolloprogramms befasst, und bin dort zu dem Ergebnis gekommen, daß sich einige der Prinzipien, die in dem Programm zur Anwendung kamen auch gut anwenden lassen, um moderne Softwareprojekte zum Erfolg zu führen.

Beispielsweise hat das Testen der Software einen großen Raum eingenommen, und war einer der wichtigsten Gründe dafür, daß das Programm so gut funktioniert hat.

Rocket Girls

Ein weiterer Erfolgsfaktor waren die Abläufe in der Flugkontrolle, wie das Kapitel 5 „Flight Control in the Apollo Program“ (siehe unten) zeigt. Gerade neulich ist ein Film in die Kinos gekommen, der die Menschen hinter dem Programm zeigt, und insbesondere die Verantwortlichen für die Flugkontrolle.

Die „Rocket Girls“, die in diesem Film geehrt werden (siehe „Rocket Girls“ der Nasa – Frauen, die Männer zum Mond schossen weiter unten) waren oft schwarze Frauen. Diese Frauen haben per Hand die Flugrouten der Raketen berechnet, und waren mit ihren Berechnungen ausschlaggebend für den Erfolg des Programms.

Interessant ist hierbei auch der Hinweis, wie jung die IT eigentlich ist – selbst zu Zeiten Apollos waren Computer alles andere als die Normalität:

„Mittlerweile übernahmen mehr und mehr elektronische Geräte die Rechenarbeit. Trotzdem war zu Beginn des Computer-Zeitalters das Misstrauen groß: Die ersten Maschinen waren rar und teuer, zudem überhitzten sie schnell. „Computresses“ wurden laut Autorin Holt weiter gebraucht, um die Rechner zu programmieren – und deren Arbeit zu verifizieren.“

Die berechnete Flugbahn und der Landecomputer sind ein weiterer Grund dafür, daß die Mondlandung erfolgreich vor sich ging. Auch in diesem Umfeld haben diese Rocket Girls wohl gearbeitet:

„Später wirkte Johnson an der Berechnung der Umlaufbahn für die Apollo-11-Raumfahrtmission mit. Dass Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 02.56.20 Uhr als erster Mensch den Fuß auf die Mondoberfläche setzte, ist auch das Verdienst schlauer, lange kaum beachteter Frauen wie Katherine Johnson, die erst 1986 ihren Job bei der Nasa quittierte.“

Sourecode

Der Sourcecode der Landefähre steht heutzutage im Internet, und kann ganz einfach eingesehen werden.

Der unten angefügte Artikel „Don Eyles walks us through the lunar module source code“ referenziert die entsprechenden GitHub Repositories, und stellt im Rahmen eines Videos diesen Source Code näher vor. Besonders interessant hierbei ist, daß einer der ursprünglichen Entwickler den ausgedruckten Sourcecode im Original erklärt:

Der Systemaufbau des in Echtzeit arbeitenden Systems wird wie folgt eingeführt:

„The core of the system was the Apollo Guidance Computer (AGC). Part real-time OS, part National Instruments Data Acquisition System, the AGC was a multi-threaded computer & feedback control system in communication with everything from radars, to telescopes, to gyroscopes and accelerometers controlling massive space engines and performing all tasks in real-time. Numerous programs shared CPU cycles, an executive program kept track and prioritized it all. You can read about it for yourself, the best book on this topic is Digital Apollo.“

Die Landefähre selbst wird in dem unten angefügten Pdf Dokument „Luna Module“ erläutert, und das Dokument bildet damit den größeren Kontext ab.

Weiterführende Informationen

Das Original dieses Artikels ist auf Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph).

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