Daten werden nicht nur in den Unternehmen immer wichtiger, sondern auch im Bereich des Journalismus. Ein Google Newsletter gibt einen guten Überblick – und zeigt auch die Sorgen und Nöte der Journalisten mit der Digitalisierung auf.
Diese sind übrigens ganz ähnlich wie die in den Betrieben.
Gestern ist der neue Bundestag gewählt worden. Spiegel.de hat eine kartenbasierte Visualisierung veröffentlicht, die auf Wahlkreisebene zeigt, welche Partei wo und wie gewählt wurde (siehe „Hier wurde die Wahl entschieden (Spiegel.de)“ – Links, siehe unten).
Auf mehreren Karten werden Teilaspekte der Wahl beleuchtet, z.B. welche Partei wo besonders viele Stimmen geholt hat. Die wesentlichsten Interpretationen werden in einem Textblock zusammengefaßt, und der Leser kann auf einer Seite durch alle Grafiken scrollen, und bekommt so sowohl einen Überblick als auch Detailwissen.
Ich halte diese Form der Wahlberichterstattung für ein gutes Beispiel aus dem Bereich „Datenjournalismus“, um den es hier geht.
Weitere Projektbeispiele finden sich auf der Website „Data Journalism„, wie z.B. die Initiativen „Documenting Hate“ oder das Cross Checking Tool, das im französischen Wahlkampf eingesetzt wurde, um Berichte zu überprüfen.
Der Artikel „The state of data journalism in 2017“ gibt einen Einstieg in Google’s Aktivitäten auf dem Gebiet des Datenjournalismus. Dort kann man auch Zahlen lesen, die verdeutlichen, wie wichtig der journalistische Teilbereich des Datenjournalismus ist:
„Today, this research shows that:
Daten finden demnach Einzug in fast der Hälfte der Berichte, wobei besonders politische Berichte auf Daten aufbauen. Die meisten Redaktionen beschäftigen dafür ausgebildete Datenjournalisten.
Das PDF Dokument „Data Journalism in 2017 – The current state and challenges facing the field today“ geht ins Detail. U.a werden die Herausforderungen aufgelistet, vor denen die Journalisten stehen.
Wie man sehen kann ist Zeit und mangelnde Ausbildung in mathematisch-statistischen Themen eine große Herausforderung. Anscheinend fehlen aber auch geeignete Visualisierungstools.
Das Original dieses Artikels ist auf →Der Produktmanager erschienen (©Andreas Rudolph). Folgeartikel zum Thema gibt es über die (→Mailingliste), oder indem Sie →mir auf Twitter folgen.
In der Online Version des Artikels finden Sie hier die versprochenen weiterführenden Links: